Aber wie sind wir auf die Idee gekommen? Wir haben mit unserem Deutschlehrer (Herr von Widdern) ein Buch über das Schicksal der Juden im Unterricht gelesen („Damals war es Friedrich“ von Hans Peter Richter). In dem Buch wird das Schicksal der Juden im zweiten Weltkrieg dargestellt. Dies war der Auslöser dafür, dass wir den einzigen Stolperstein in Vaihingen an der Enz aufgesucht und anschließend geputzt haben, da er kaum noch zu erkennen und ziemlich verdreckt war.
Stolpersteine sind eine Art Denkmal und dienen der Erinnerungen an jüdische Mitmenschen, die von den Nationalsozialisten während des zweiten Weltkriegs deportiert und umgebracht wurden. Man stolpert nicht wirklich über sie, aber sie fallen durch ihre glänzende Messingoberfläche auf. Man findet sie meist vor Wohnhäuser, worin die angegebenen Personen zuletzt selbst gewählt gewohnt hatten. Die Stolpersteine werden auf Dauer vor den ehemaligen Wohnhäusern in den Boden eingelassen.
Diese Art der Erinnerung stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der inzwischen in weiten Teilen Europas sehr viele Stolpersteine verlegt hat.
Das Wichtigste im Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen ist ein respektvoller und toleranter Umgang miteinander. Wir sind alle Menschen und niemand soll wegen seiner Religion, Kultur oder seinem Anderssein ausgelacht, gemobbt, verfolgt oder gar umgebracht werden. Nie wieder!!!