Letzte Woche lud die FSR in der Kernstadt zum jährlichen Infotag ein und nutzte die Gelegenheit den interessierten Familien ihre Besonderheiten vorzustellen. Bevor die Schulleitung Claudia Süß-Räuchle warmherzig alle Gäste im Foyer begrüßte, lief über den Monitor der von Schülern in Projektarbeit erstellte Schulsong-Videoclip.
In ihrer Rede stellte sie zunächst die Neuerungen, die die Bildungsplanreform mit sich bringt, vor. So endet die Orientierungsstufe zukünftig mit Klasse 5 und der Wahlpflichtbereich mit den Fächern Technik, Französisch und AES (Alltag, Ernährung und Soziales) startet in Klasse 6. Medienbildung nimmt im neuen Lehrplan einen größeren Raum ein, denn die Schüler sollen auch im Umgang mit künstlicher Intelligenz geschult werden. In Klasse 5 und 6 ermöglicht das Mentoring eine fortlaufende 1:1 Beratung der Schüler, die sowohl fachlich, pädagogisch, als auch zwischenmenschlich orientiert gestaltet werden kann und den Übergang zur weiterführenden Schule erleichtert. Die Realschule bleibt also eine leistungsstarke Schulart, die sich den Erfordernissen der Zeit angepasst hat und weiterhin alle Wege zum beruflichen Gymnasium, zum Berufskolleg und zur Berufsausbildung offen hält.
Ein besonderes Bildungsangebot für sprachlich interessierte Schüler in Zeiten der Globalisierung ist der bilinguale Zug Englisch, der vor allem leistungsstarke Viertklässler ansprechen soll. Besonderer Wert wird auf die Förderung der Kommunikationsfähigkeit und auf den aktiven Umgang mit der englischen Sprache gelegt. Dazu wird eine Englischstunde mehr erteilt und der Fachunterricht im Leitfach Geografie wird von Anfang an modular auf Englisch erteilt. Andere Fächer wie Geschichte oder Biologie werden ebenfalls je nach Klassenstufe auf Englisch abgehalten. In der neunten Klasse können Schüler das Cambridge-Zertifikat erwerben, das den Sprachstand B1 in Englisch dokumentiert.
Beim anschließenden Rundgang durch die Räume der Schule konnten Eltern sich zu diesem bilingualen Zug von einem Team von Englischlehrern beraten lassen. Für die Viertklässler stellte das Kollegium eine Fülle von abwechslungsreichen Mitmachaktionen und Experimenten zu allen Fächern bereit. Schulsozialarbeiterin Regina Wahl betonte, wie wichtig ein gutes Schulklima ist und dass Meinungsäußerungen im demokratischen Sinn die Schüler stärken. An ihrer Station konnten auch jüngere Geschwisterkinder mit wiederablösbaren Tattoos und Kinderschminken ihren Spaß haben. Klasse 9a bewirtete die Gäste im Haus und egal ob Mint-AG, ein Blick ins Fach Technik oder ins Fach BK, wer wollte, konnte einen Gesamtüberblick über die FSR bekommen. Manche Eltern, die selbst schon an der FSR Schüler waren, konnten ihre Erinnerungen an ihre Schulzeit mit dem jetzigen Zustand der Schule vergleichen und die Weiterentwicklung der Schule erkennen. Nach diesem Infonachmittag freut die FSR sich nun auf die nächste Schülergeneration.