Herr Schmid hat die damals übliche Kurrentschrift handschriftlich in die Scans transkripiert. Danach konnte die Klasse in einer Gemeinschaftsaktion das Transkript digitalisieren und in eine zeichengetreue Word-Datei fassen.
Erst jetzt konnte das Tagebuch, das sich über die Jahre 1940 bis 1945 erstreckt, systematisch ausgewertet werden. Es wurde nach den genannten Orten, Personen und militärischen Sachverhalten und Abkürzungen gesucht und jeweils Übersichten erstellt, um einen Überblick über die Erlebnisse von Fritz Rentschler zu erhalten.
In diesem Zusammenhang konnte im Stadtarchiv Vaihingen vor Ort über die Bestände, Aufgaben und Arbeitsweisen eines Archivs recherchiert werden. Aus wochenlanger Beschäftigung mit den Dokumenten entstand der Wettbewerbsbeitrag. "Das abstrakte und in gewisser Weise seelenlose Buchwissen wurde personalisiert und konkretisiert", so der Laudator Thomas Adam vom auslobenden Heimatverein Kraichgau.
Eine Delegation der Klasse wurde bei einer feierlichen Preisverleihung im Sparkassengebäude in Bretten für den 3. Platz geehrt. Damit ist ein Preisgeld von € 250.- verbunden.
Jede Schülerin erhielt eine Urkunde und ein dichtes und vielschichtiges Bild vom Leben in Kriegszeiten. Der Wettbewerbsbeitrag ist sowohl ehrendes Gedenken, Dokumentation als auch gerade in unseren Tagen Mahnung für den Frieden.