MIT DER WÄRMEBILDKAMERA IM TECHNIKUNTERRICHT DER NEUNER

 

Vor kurzem war einer der Bildungspartner der Ferdinand- Steinbeis-Realschule zu Gast im Technikunterricht: der Stuckateurbetrieb Hettich aus Aurich.

Geschäftsführer Jens Hettich kam persönlich mit Jonas Geiger, dem angehenden Meister und Energieberater der Firma Hettich, um das Thema „Wärmedämmung am Haus“ den Schülern mit viel Engagement näher zu bringen.

Um Wärmeverlust am Gebäude zu demonstrieren, ist eine Wärmebildkamera ein wichtiges Instrument. Jonas Geiger demonstrierte die Funktionsweise dieses Gerätes und seine Anwendung in der Praxis anhand eines spannenden Experimentes, bei dem Dämmmaterial von unten mit einer Bunsenbrennerflamme erhitzt wurde. Die sich entwickelnde Hitze im Dämmmaterial konnte mit Hilfe der Wärmebildkamera eindrucksvoll mitverfolgt werden.

Es wurde klar, dass die Wahl der Baustoffe und der Dämmstoffe einen enormen Einfluss auf den Brandschutz eines Gebäudes haben. Jens Hettich und Jonas Geiger hatten verschiedenste Baustoffe, unter anderen auch Brandschutzmanschetten dabei und informierten die Schüler über deren Anwendung in der Praxis. Kurzfilme über Brandschutz und Gebäudebrände vervollständigten den Gesamteindruck.

Die Firma Hettich ist sowohl im Neubau, als auch im Altbau im gesamten Einzugsgebiet von Vaihingen tätig und hat derzeit viel mit energetischer Sanierung des Altbaubestandes zu tun, so dass Wärmedämmung und Brandschutz täglicher Bestandteil der Arbeit sind. Geschäftsführer Jens Hettich ließ es sich am Ende nicht nehmen für das krisensichere Stuckateurshandwerk mit stabiler Auftragslage unter den Schülern zu werben. Stuckateure sind das Bindeglied zwischen den Bauingenieuren und anderen Handwerker im Haus. Die Ausbildung zum Stuckateur kann auch eine sinnvolle Vorbereitung auf ein Architekturstudium sein. Die zahlreichen, interessierten Nachfragen der Neuner zeigten, dass er damit offene Türen einrannte, denn in der neunten Klasse müssen Bewerbungen geschrieben und Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden und es gilt mehr denn je, dass das mittelständische Handwerk goldenen Boden hat.